Müde Mutter mit Baby
Neugeborenes

Ich bin heute schon für Morgen müde!: Schlafentzug durch Babys.

3 Minuten

Bevor der Nachwuchs da war, hast du bestimmt schon von Schlafentzug gehört und gedacht, dass damit einfach „müde sein“ gemeint war. Vielleicht auch „ziemlich müde“, wenns hoch kommt.

Jetzt, wo du dein eigenes Baby hast, dürftest du bereits am eigenen Leibe erfahren haben, dass deutlich mehr dahintersteckt.

Schlafentzug bedeutet, einen immer größeren Schlafmangel anzuhäufen, der dich über kurz oder lang in einen durch und durch erschöpften Menschen mit Stimmungsschwankungen verwandelt, dem schnell die Nerven durchgehen. Zu einem Menschen, der um Mitternacht mit seinem Baby zu einer Tour um den Häuserblock aufbricht, damit es endlich, endlich einschläft. Und der sich so fühlt, als wäre er der einzige Mensch auf der Welt, dem es so geht.

Nein, das geht nicht nur dir so. Natürlich gibt es auch ein paar Eltern, die 12 Stunden am Stück durchschlafen können (oder das zumindest erzählen). Den Meisten aber ergeht es ganz anders.

Wir haben uns mit einigen Eltern unterhalten und ein paar gute Tipps mitgenommen, die dir bestimmt durch harte (und müde) Zeiten helfen.

So geht man mit Schlafentzug um

Du bist nicht allein

"Ganz gleich, was für seltsame Dinge du auch unternimmst, um endlich Schlaf zu finden – Anderen geht es genauso. Ich habe sogar schon Nächte im Kinderbettchen geschlafen! Natürlich dachte ich, dass ich die Einzige bin, die so einen Unsinn macht, aber ein paar Monate später vertraute mir eine Freundin an, dass es bei ihr genauso war!“ - Rachel, Mutter der 3-jährigen Rosie

Schlaftraining

"Auf Sachen wie Schlaftraining haben wir immer verzichtet, aber als mein Sohn 16 Monate alt war, hielten wir es einfach nicht mehr aus. Wir hatten uns für eine ziemlich sanfte Methode entschieden, bei der man den kleinen Mann nicht aus dem Bett hebt, aber auch nicht das Zimmer verlässt. Nach einer Woche schlief er dann schon gut durch. Da hätten wir schon viel eher drauf kommen können!“ - Aidan, Papa der 2-jährigen Ellis

Schlafende Zwillinge

Entspannen, wenn die Kleinen schlafen

"Ich kann nie schlafen, wenn mein Baby schlummert. Dafür habe ich einfach viel zu wenig Restblut im Koffein! Aber wenigstens finde ich dann mal etwas Zeit zum Entspannen, verzichte aufs Aufräumen und die Wäsche kann auch ein wenig warten. Diese Stunden, in denen ich mich einfach mal hinsetze und gar nichts tue, helfen mir dann gut durch den Rest des Tages.“ - Elizabeth, Mutter des kleinen Patrick, acht Monate alt

Erkenne, wie sich Schlafentzug auf deine Laune auswirkt

"Es gab schon ein paar ziemlich peinliche Momente durch den Schlafentzug … Da fing ich an zu weinen, wenn es im Fernsehen um bedrohte Tiere ging, oder ich konnte mich nicht mehr an den zweiten Vornamen meines Mannes erinnern. Einmal bin ich sogar heulend am Wickeltisch zusammengebrochen, nur weil meine Tochter die frische Windel gleich wieder füllte. Mein Mann hat mich dann nur still und leise beiseite geschoben und einfach da weitergemacht, wo ich aufgehört hatte. Er ist schon ein Held.“ - Anna, Mutter von Finlay, ein Jahr alt

Was funktioniert, ist gut

"Unser Sohn konnte am besten in seinem Kinderwagen schlafen. Also standen wir nachts um 2 Uhr auf und fuhren mit ihm munter durch die Küche, bis er endlich einschlief. Auf diese Tage könnte ich gut und gerne verzichten!“ - Simon, Papa von Ben, drei Jahre alt

Kleinkind füttert Baby

Den Tag nicht endlos füllen

"Wenn man keinen Schlaf bekommt und zudem auch tagsüber gestresst ist, dreht sich einem am Abend schon mal der Kopf. Man muss sich einfach etwas gesunden Egoismus erlauben, Termine oder Besuche auch mal absagen. Schließlich hat man doch die beste Ausrede der Welt, um endlich einmal zuhause zu bleiben. Das kann manchmal richtig befreiend sein!“ - Maria, Mutter von Blake, zwei Jahre alt

Vorher ausmachen, wer was erledigt

"Nächtliche Streitereien sind ein Albtraum. Also einigt man sich am besten vorher darauf, wer was wann erledigt. Ich zum Beispiel stehe nachts auf, wenn die Kinder nach uns rufen. Mein Partner kümmert sich am Morgen (manchmal ab 5 Uhr) um die Kinder. Dann kann ich mich noch einmal umdrehen. Das wirkt Wunder!“ - Alex, Papa der 6-jährigen Annabelle und des 3-jährigen Elliot

Der Schlaf wird besser

"Vielleicht mache ich mich jetzt ein bisschen unbeliebt, wenn ich sage, dass schlaflose Nächte schon ihren Reiz haben. Wenn sie nämlich erst mal durchschlafen, weiß man endlich, was wahres Glück ist!“ - Owen, Papa der 2-jährigen Phoebe

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